„Wie sich der Kopf gesund trainiert″: Titelthema im GEO-Heft 04/2015

GEO (04/2015) stellt in gewohnter Sachlichkeit die therapeutischen Möglichkeiten des Neurofeedback-Trainings dar. Ein wunderbarer Bericht, der die typischen Anwendungsbereiche ADHS, Angststörungen, Depression, u.a. beleuchtet. Der reine Trainingseinsatz und das Nutzenspektrum „Wellness für den Kopf″ bzw. „Fitness für den Kopf″ außerhalb vom Therapie-Umfeld steht zwar nicht im Fokus - erschließt sich dem aufmerksamen Leser aber deutlich. Die Effektivität, Effizienz und Gefahrlosigkeit des Trainings werden klar darlegt.

Schön und typisch GEO: Die Autoren nehmen auch kein Blatt vor den Mund bzgl. der Frage, warum die wundervolle Technologie erst jetzt so richtig ins Visier der Forschung und in den Genuss von Forschungsgeldern kommt. Bleibt zu hoffen, dass die Entscheidungsträger der Krankenkassen die Weichen stellen, das Training im Rahmen von Therapien, aber eben auch als Präventionsleistung bei Burnout-Gefahr, depressiven Verstimmungen etc. zu unterstützen.

Ein ergänzender Kommentar von meiner Seite zur Technik der Neurofeedback-Anwendungen. Im Artikel steht geschrieben, dass die „aktive Mitarbeit des Patienten″ als (wohlgemerkt: einzige) Schwäche von Therapien mit Neurofeedback gilt. Wer die Anwendung von NeurOptimal® bei Flex Your Brain kennen gelernt hat, weiß, wie wohltuend sie ist - von „aktiver Mitarbeit″ kann kaum gesprochen werden; reicht es doch, entspannt auf einer Liege zu liegen und Musik zu hören. Das im Bericht zitierte Experiment mit Affen zeigt letztlich eindrücklich auf, dass Neurofeedback-Training eben auch ohne „bewusstes Mitarbeiten″ allein auf der unterbewussten Ebene arbeiten kann.

Mein Lieblingszitat aus dem Bericht: „Ein Trainingsprogramm für das verwirrte Hirn also. Werden wir das womöglich eines Tages ebenso normal finden wie den Muskelaufbau im Fitnesscenter?″ Diese Frage spiegelt meine ganz persönliche Vision wider. Denn Neurofeedback sollte abgesehen vom therapeutischen Einsatz eine für jeden bekannte Wellness-Anwendung sein. Dankbar für all die Menschen, die sich nicht wirklich gesund und fit fühlen, aber auch (noch) nicht krank.

Magazin und Artikel liegen im Studio für alle interessierten Leser bereit.
Anregende Lektüre wünscht Ihnen
Sina Haupt

GEO Bericht Neurofeedback